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Wie können wir mit den knappen Ressourcen unseres Planeten so umgehen, dass sie auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben?

 Eine komplexe Frage, deren Antwort wir in einem tiefgreifenden Wandel unserer Produktions- und Konsumpraktiken sehen, weg von einer „Wegwerf-Kultur“, hin zu einer Kreislaufwirtschaft bzw. “Kultur des Genug”, in der weniger verschwendet und mehr wiederverwendet wird. Dieses Thema beschäftigte das ifz 2019.

 

Im Fokus stand die Kleidung von Menschen, da dies etwas ist, womit jede*r Berührungspunkte hat (im wahrsten Wortsinn) und Diskussionsräume im Kleinen bei jedem bzw. jeder selbst wie auch im Großen, beispielsweise in der Wirtschaft oder Politik, untersucht werden können.

 

Wir nannten das Projekt NotMyHype, angelehnt an die häufig wechselnden Trends und Kollektionen der Modeindustrie und wollten damit verdeutlichen, dass unser Projektziel darin bestand, Alternativen zu recherchieren bzw. zu untersuchen.

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“Immer wieder kaufen Personen sich Dinge die sie nicht brauchen mit Geld, das sie nicht haben, um Menschen zu imponieren, die sie nicht mögen.”

- Unbekannt

 Seit 1970 hat sich der weltweite Konsum an materiellen Gütern mehr als verdreifacht, die Tendenz ist noch immer steigend. Eine Entwicklung, die uns bereits heute, aber noch mehr in der Zukunft, die planetaren Grenzen unserer Erde aufzeigen wird.

Bereits in der Materialgewinnung werden die Umweltschäden deutlich. Der Anbau von Baumwolle beispielsweise ist nicht nur extrem wasserintensiv, es werden zudem auch Regenwälder abgeholzt, um Anbauflächen zu schaffen. Die Anzucht auf diesen Anbauflächen erfolgt dabei in der Regel unter dem Einsatz von Pestiziden.

Neben den ökologischen Auswirkungen, befindet sich das Arbeitsrecht in Produktionsländern wie Indien oder Bangladesch auf einem extrem niedrigen Standard. Besonders deutlich macht das der Film “The True Cost”. Ein geringer (Mindest-)Lohn, die Unterbindung der Bildung von Gewerkschaften, keine Festanstellungen oder Pensionen sind für die - zumeist - Arbeiterinnen Alltag. Einer von sechs Menschen weltweit arbeitet in der Bekleidungsindustrie. 80 % der Arbeitskräfte in der gesamten textilen Lieferkette sind Frauen. Hinzu kommt ein gesundheitsgefährdendes Umfeld in nicht abgesicherten und stickigen Fabrikhallen, in denen nicht selten 14 bis 16 Stunden Arbeit verrichtet werden. Neben den Arbeiter*innen sind auch die Menschen, die in der Nähe von Fabriken leben, von dem Einsatz von Chemikalien in der Produktion unmittelbar betroffen. Ihre sowie die Gesundheit der Arbeiter*innen wird stark beeinträchtigt.

“Deutsche Verbraucher kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr – tragen diese allerdings nur noch halb so lang wie vor 15 Jahren.”

- Greenpeace

Es gibt im Hinblick auf Kleidung und den Umgang damit verschiedene Nachhaltigkeitsstrategien, die von Bedeutung sind: Würde man sie in die Kategorien Effizienz, Konsistenz und Suffizienz einordnen, so zeigt sich, dass insbesondere im Bereich der Konsistenz in den letzten Jahren viel erarbeitet wurde.

Initiativen wie Cradle to Cradle bieten Designkonzepte, die Kleidungsstücke möglichst lange im Nutzungskreislauf halten. Zuletzt hatte die deutsche Fair Fashion Marke ArmedAngels mit dem “Circ Tee” auf eine neue Art von Kreislaufwirtschaft aufmerksam gemacht. Zudem gibt es viele Produkte, die aus recycelten Materialien bestehen, etwa einen Rucksack aus Banenfasern oder eine Tasche aus alter Lkw-Plane. 

Quellen:

Nachhaltigkeitsziele

Careelite

Greenpeace

Fashionunited

Cradle to Cradle

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