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Sinneswandel - Wie unsere Sinne uns helfen können, nachhaltiger zu leben

Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören 

Diese 5 Sinne sind den meisten Menschen bekannt. Doch es gibt noch weitere Sinne, über die der menschliche Körper verfügt.

Die Wissenschaft ist sich uneinig, wie viele menschliche Sinne es insgesamt gibt. Über manche Sinne herrscht mehr Einigkeit, über andere weniger. Wissenschaftlich anerkannt sind u.a. die folgenden:

 

1.

Der Gleichgewichtssinn hilft uns, die Körperhaltung zu bewahren und uns im Raum zu orientieren.

2.

Der Temperatursinn sorgt dafür, dass wir unterschiedliche Temperaturen wahrnehmen können und schützt uns somit vor Unterkühlung oder Überhitzung.

3.

Die Körperempfindung bzw. Tiefensensibilität hilft uns, unseren eigenen Körper wahrzunehmen und beispielsweise die Anspannung unserer Muskeln oder unsere Bewegungen zu spüren.

Mithilfe unserer menschlichen Sinne nehmen wir uns selbst und unser Umfeld intensiv wahr. Entscheidend für unsere Wahrnehmung ist aber nicht ein einzelner Sinn, sondern das Zusammenspiel aller Sinne. Ein einzelner Sinn kann täuschen, die Kombination mehrere Sinne gibt unserem Gehirn hingegen die Möglichkeit, ein vollständiges Bild zu erzeugen. Je mehr Zeit wir uns nehmen, die Natur mit all unseren Sinnen wahrzunehmen, desto mehr entdecken wir die Schönheit und Komplexität, die uns umgibt. Dadurch können wir nicht nur ruhiger und gelassener werden, sondern wir verspüren auch das Bedürfnis, die natürliche Vielfalt um uns herum zu schützen.

Unser Barfußpfad im wurzelwerk soll dir dabei helfen, deine Sinne zu schärfen und die Natur intensiver wahrzunehmen. Doch es gibt auch viele weitere Methoden, die dir dabei helfen können, deine Verbindung zu der Natur zu stärken:

Shinrin-Yoku

Shinrin-yoku stammt aus dem japanischen und verweist auf eine fernöstliche Tradition. Übersetzt heißt es so viel wie Wald(luft)bad. In Japan führte das Landwirtschaftsministerium Shinrin-yoku schon Anfang der achtziger Jahre - erstmalig als einen Marketingbegriff - ein. Doch einige Jahre später, 1990 belegte eine Feldstudie den Zusammenhang zwischen längeren Aufenthalten im Wald und einer reduzierten Anzahl von Stresshormonen. Denn Pflanzen produzieren flüchtige organische Verbindungen, sogenannte Phytonzide. Diese sind primär dazu da, um Insekten, Pilze oder Bakterien abzuwehren.

Wenn wir Menschen diese Phytonzide einatmen, kann dies ein Ruhe-Gefühl auslösen und unseren Blutdruck senken. Das Stresshormon Cortisol verringert sich und die Herzfrequenzvariabilität, welche maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie gut unser Herz mit Stress umgeht, wird optimiert. Auch wurde ein positiver Einfluss auf die Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen im menschlichen Körper durch Phytonzide nachgewiesen. Die sogenannten NK-Zellen setzen Proteine zur Bekämpfung von Krebszellen frei. Aus diesem Grund gilt das regelmäßige Waldbaden als Präventionsmaßnahme gegen Krebserkrankungen. Die Auswirkungen der Phytonzide auf den menschlichen Organismus lassen sich außerdem noch bis zu sieben Tage nach dem Waldspaziergang nachweisen. Ein ausgiebiger Waldspaziergang tut somit nicht nur unserer Seele, sondern auch dem Körper Gutes.

Baum-Meditation

Nutze die Zeit bei deinem nächsten Waldspaziergang, um die Bäume um dich herum genau wahrzunehmen. Wie groß und stark sie sind und wie viel Ruhe sie trotz ihrer Größe ausstrahlen. Höre auf deine Intuition und lass dich zu einem Baum deiner Wahl hinziehen. Du kannst dich ihm langsam nähren, den Stamm und die Blätter sanft berühren und die Energie spüren, die von deinem Baum ausgeht. Wenn du magst, kannst du den Baum mit geschlossenen Augen umarmen oder du setzt dich auf den Boden und genießt die Gesellschaft dieses Wald-Riesens.

Geräusche-Landkarte 

Welche Geräusche umgeben uns eigentlich in der Natur? Vogelzwitschern? Das Summen von kleinen Bienen oder anderen Flugtieren? Das Rascheln der Bäume? Für diese Übung kannst du dir einen Stift und ein Papier zur Hand nehmen und dich an einen Ort deiner Wahl setzen. Schließe die Augen und nimm die unterschiedlichen Geräusche um dich herum wahr. Notiere, was du hörst und du wirst staunen, wie lang diese Liste sein kann, wenn du dir nur die Ruhe und die Zeit nimmst, aufmerksam zuzuhören.